„Bunt, vielfältig und beweglich" Katholische Frauengemeinschaft Wehrden feiert 100. Jubiläum

 

Wehrden (rom). Frauen kann sich die katholische Kirche nicht in Führungspositionen vorstellen. Zwar hat sich die Situation mit den Jahren liberalisiert, doch eine volle Emanzipation gab es noch nicht. Dabei ist die Mitarbeit der Mütter, Töchter, Tanten und Schwestern in der Gemeinschaft ungemein wichtig und - wie man besonders in Wehrden erkennt - auch überaus effektiv.

 

Mit über einer halben Millionen Mitgliedern ist die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kdf) der größte Frauenverband der Republik. Ein Netzwerk von Frauen, die „nie alleine unterwegs sind", so beschreibt es Roland Schmitz, Diözesanpräses der kfd im Bistum Paderborn. „In Wehrden sehen wir seit 100 Jahren Frauen, die mit Arbeit, Ausdauer, Träumen und Visionen zur Gemeinschaft beitragen." Acht Frauen, erkennbar an ihren roten Tüchern, sprach Schmitz im Gottesdienst am Sonntag Morgen ganz gezielt an. Sie sind der Kopf der Wehrdener kfd, die sich damals noch „Mütterverein" nannte. „Man kann nur dankbar sein für das, was die kfd leistet; gemeinsam als buntes, vielfältiges und bewegliches Team!" Die Vorsitzende der rund 70 Wehrdenerinnen im Verein ist Theresia Wehrmann. Sie wünscht sich gemeinsam mit der Gemeinschaft noch viele weitere Jahre, in denen sie zusammen „die Aufgaben der Gegenwart und Herausforderungen der Zukunft meistern zu können."

Nach dem Gottesdienst, der ganz unter dem Motto der bunten Vielfalt stand, die den Frauen mit auf den Weg gegeben ist – Grün für das Leben, Gelb für die Hoffnung, Rot für die Freude – setzte man sich gemeinsam im St.-Stephanus-Haus zusammen und genoss die Feierlichkeiten zum Jubiläum. Man erzählte sich Geschichten von damals, zum Beispiel wie die Keilriemen vom Bus gerissen sind, als die kfd auf der Heimfahrt vom Fernsehgarten in Mainz war. Darüber können heute noch immer alle lachen.

Ohne die kfd wäre Wehrden nicht das Dorf, als das man es kennt, denn die Frauen der Gemeinschaft sind stets dort, wo Hilfe oder Beistand benötigt wird – auch außerhalb der Kirche.

 

 

  

  

  

  

 

 

 

 

 

 

Bild und Text:

Westfalen-Blatt