Sehenswürdigkeiten in Wehrden

 

 

Schloss Wehrden

 

Nah an der Weser befindet sich das Schloss Wehrden, das der Paderborner Fürstbischof Hermann Werner von Wolff-Metternich zur Gracht 1699 auf den Resten einer älteren Wasserburg (Gräftenschloss) erbauen ließ und das bis heute im Besitz der Familie von Wolff-Metternich/von Köckritz ist. Baumeister Ambrosius von Oelde erbaute es in ländlichen Barockformen. Über der zweiläufigen Freitreppe befindet sich das Portal mit dem Wappen des Erbauers. Bemerkenswert und sehenswert sind im Erdgeschoss die ehemaligen Privatgemächer des Fürstbischofs, die über 3 Jahrhunderte weitestgehend im Original erhalten sind.

Das Schloss ist heute im Obergeschoss bewohnt und kann nur nach Absprache mit dem Eigentümer besichtigt werden. Zweimal jährlich im Frühjahr und im Herbst öffnet das Schloss seine Pforten bei einem bunten Markttreiben auf dem Schlosshof und in den historischen Räumen

Schlosspark

Der kleine Landschaftspark aus dem späten 19. Jahrhundert besitzt in Verbindung mit dem Schloss und dem freistehenden Drosteturm einen bezaubernden Reiz. Erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts ist der recht gut erhaltende Landschaftspark angelegt worden. Nach zwischenzeitlicher Teilaufforstung und fehlender Pflege wurde er im Jahr 2002 nach Originalplänen des Kölner Gartenbaumeisters Friedrich Schulz aus dem Jahr 1895 wieder instand gesetzt. Bemerkenswert sind zur Blütezeit die alten Magnolien und Tulpenbäume sowie etliche dendrologisch wertvolle alte Parkbäume.

Drosteturm

Zu dem ehemaligen Vorgängerbau des heutigen Schlosses –dem Gräftenschloss- gehörte der im Park etwas abseits stehende sogenannte Drosteturm. Der alte Turm hatte früher im Inneren eine dem hl. Antonius geweihte Kapelle, worauf noch eine Inschrift hinweist. Dieser romantisch wirkende Turm war der Lieblingsplatz der westfälischen Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, wenn sie in den Jahren zwischen 1818 und 1822 des Öfteren ihre Tante in Wehrden besuchte. Er trägt daher die Bezeichnung Drosteturm.

Katholische Dorfkirche Hl. Familie und St. Stephanus

Zwischen Schloss und dem Dorf liegt die katholische Kirche „Heilige Familie und Heiliger Stephanus“. Wie schon sein Schloss ließ der Paderborner Fürstbischof Hermann Werner von Wolff-Metternich auch die Kirche von seinem Baumeister Ambrosius von Oelde errichten. Die Errichtung der Kirche wurde im Jahr 1699 vollendet. Der Westbau mit seinem eingezogenen Turm sowie die westliche Pfeilerhalle im Inneren bieten eine reich gegliederte Architektur und aufgrund desselben Baumeisters sind natürlich parallelen zwischen Schloss und Kirche unverkennbar. Eine besondere Kostbarkeit ist der prächtige Barockaltar mit seinem Altarbild, das die „Heilige Familie“ darstellt und vermutlich von Georg Rudolphi, einem bekannten Kirchenmaler seinerzeit im Hochstift Paderborn, stammt.